Volker Koepp: Die Wismut

öFilm in Koproduktion mit WDR, MDR und SWF
Hergestellt mit Unterstützung durch des BMI, der kulturellen Filmförderung Sachsen und der FKT – Berlin.

1993 | 35mm | 1:2.35 | Dolby SR | 104 min

INHALT
Im sächsisch-thüringischen Erzgebirge entstand 1946 die dem sowjetischen Verteidigungsministerium unterstellte sowjetische Aktiengesellschaft „Wismut“ zur „teilweisen Abdeckung der Reparationsansprüche der UdSSR“. Das hieß: Uranförderung für die Atombewaffnung der UdSSR als Antwort auf Hiroschima und Nagasaki. Uran um jeden Preis.
Der Film porträtiert eine geschundene Landschaft. Menschen kommen zu Wort, die mit Würde, Stolz und Trauer auf 40 Jahre Leben zurückblicken. Sie erzählen Unglaubliches, Tragisches, auch Komisches. „Ich bin Bergmann – Wer ist mehr?“ war ihre Losung.
Die Gefahren, die von der Strahlung und der Staubentwicklung ausgingen, waren bekannt. Sie wurden für Geld und eine Sondervergütung in Kauf genommen.
Mit dem Ende der DDR und der Einstellung der Uranförderung haben 500 000 Menschen bei der „Wismut“ 220 000 Tonnen angereichertes Uran produziert und Tausende ihr Leben dafür gegeben. Eine der größten Umweltkatastrophen der Erde wird offensichtlich

TEAM
Buch, Regie: Volker Koepp
Kamera: Thomas Plenert
Schnitt: Angelika Arnold
Ton: Uve Haussig, Florian Wimmer
Redaktion: Werner Dütsch

FESTIVALS
1993: Duisburger Filmwoche (Preis der deutschen Filmkritik); Sonderpreis des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; Ehrendiplom der Jury des Leipziger Dokumentarfilmfestivals; Berlinale; Hessischer Filmpreis

VERLEIH/VERTRIEB
Verleih: Stiftung Deutsche Kinemathek