Über uns

Katrin Schlösser und Frank Löprich, beide Absolventen der Filmhochschule „Konrad Wolf“ in Babelsberg, gründeten 1990 in Berlin die ÖFilmproduktion. Der Firmenname entspricht ihrem kleinsten gemeinsamen Nenner, dem „ö“ in ihren Nachnamen.

2016 kam ein neues ö dazu: Hannah Dörr, Filmemacherin und Videokünstlerin, ist seit Juli 2016 Gesellschafterin von ÖFilm und löste Frank Löprich in der Geschäftsführung ab, der neue Hauptsitz der Dörr & Schlösser GmbH ist nunmehr Köln, Berlin bleibt als zweite Betriebsstätte erhalten.

Löprich und Schlösser produzierten und koproduzierten mehr als 65 Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme. ÖFilm arbeitete mit Künstlern wie Jürgen Böttcher, Andreas Kleinert, Volker Koepp, Gerd Kroske und Thomas Heise zusammen und setzte deren in der DDR begonnenen Karrieren fort sowie mit Filmemachern wie Helga Reidemeister, Jean-Philipp Toussaint, Torsten Fischer, Stefan Krohmer und Ulrich Köhler.

Zu den ersten Produktionen gehörten „In Karlshorst“ und „Sammelsurium“ von Volker Koepp sowie der Spielfilm „Langer Gang“ von Yilmas Arslan. Mehrfach ausgezeichnet wurde  auch „Stau-Jetzt geht’s los“  von Thomas Heise, ein provozierend neutral beobachtender Film über junge Rechtsextremisten in Halle. „Wege in die Nacht“ von Andreas Kleinert eröffnete 1999 die Quinzaine des Réalisateurs in Cannes und kurz darauf wurde die Koproduktion „Sonnenallee“ mit Leander Haußmann als Regisseur in Deutschland ein großer Kinoerfolg. „Schlafkrankheit“ von Ulrich Köhler, von ÖFilm koproduziert, gewann auf der Berlinale 2011 den Silbernen Bären für die beste Regie.

ÖFilme sind eigenwillig, wahr und authentisch. Viele von ihnen sind Autorenfilme, die gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren – so wie die oben genannte Stau-Trilogie oder Elke Haucks Porträt eines Stahlarbeiters namens „Karger“. ÖFilme zeigen, dass sich kontinuierliche, kraftvolle Arbeit lohnt. Für „politischen Mut und künstlerische Sensibilität, für Stehvermögen, Idealismus, Teamgeist, Neugierde und Vertrauen. Für ein Leben, das dem innovativen deutschen Film gewidmet ist“ zeichnete die DEFA-Stiftung ÖFilm mit einem Programmpreis aus. Zum 20-jährigen Firmenjubiläum zeigte das Kino Arsenal eine Retrospektive.

Hannah Dörr
2009 Abitur am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium/ Berlin
2009-12 Freie Mitarbeiterin der Video-Abteilung der Volksbühne Berlin
2011-12 Regieassistentin an der Volksbühne Berlin bei Frank Castorf („Der Spieler“, „Marquise von O.“)
2010-12 Studium an der Universität der Künste (UdK)/Berlin, Schwerpunkt: Experimentelle Videokunst
seit 2010 Arbeit als Videokünstlerin für Theaterproduktionen, u.a. am Schauspiel Stuttgart, Maxim-Gorki-Theater/Berlin, Hebbel am Ufer/Berlin, am Staatsschauspiel Dresden (u.a. bei Sebastian Baumgarten)
2012-16 Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), Schwerpunkt: Film
2013-15 Leiterin der Film/Video-Abteilung der studiobühneköln
2014 Organisation des Filmwettbewerbs „Nichts wie weg mit dem deutschen Qualitätskino“ in der studiobühneköln (Schirmherrschaft: Dominik Graf)
seit 2014 Gründerin/Kuratorin des jährlich stattfindenden „Theatralfilm-Festivals“ (gefördert durch Stadt Köln)
2016 Diplomabschluss mit Auszeichnung an der KHM für „Warten auf Dulcinea“ (Kurzfilm)
2016 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler im Bereich Film

Katrin Schlösser
1979-82 Abschluss der Berufsausbildung mit Abitur, Facharbeiterin Maschinenbau
1982-84 Volontariat und Aufnahmeleitung im Deutschen Fernsehfunk
1984-88 Diplom als Film- und Fernsehwirtschaftlerin an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (HFF)/Babelsberg
1988/89 Aufnahmeleiterin im Bereich Dramatische Kunst im Deutschen Fernsehfunk (DFF)
1989 Praktikantin bei Renée Gundelach
1990 Gründung der ö-Filmproduktion GbR mit Frank Löprich
1995 Umwandlung in eine GmbH (Gesellschafterin und Geschäftsführerin)
seit 2007 Professorin für „Dramaturgie und Kreative Film- und Fernsehproduktion“ an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM)

Neben ihrer Lehrtätigkeit ist Katrin Schlösser als Produzentin und Dramaturgin tätig.
…      „In my room“ Spielfilm, Pandora Film Produktion, Regie: Ulrich Köhler
2017 „Die Anfängerin“ Spielfilm, Lichtblick Media, Regie: Alexandra Sell
2015 „Babai“ Spielfilm, Niko-Film-Produktion, Regie: Visar Morina
2010 „Die kommenden Tage“ Spielfilm, Badlands-Filmproduktion, Regie: Lars Kraume

Katrin Schlösser arbeitete in der Vergabekommission der FFA und im Auswahl-Komitee des Berlinale-Wettbewerbs. Sie war Mitglied des Beirates im Goethe-Institut, des Beirats der DEFA-Stiftung, im Stiftungsrat der Deutschen Kinemathek, der AG-Dokumentarfilm und der europäischen Produzentenorganisation ACE. Sie ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Frank Löprich
1969 Abitur in Schulpforta bei Naumburg
1969-72 Assistent und Aufnahmeleiter im Deutschen Fernsehfunk (DFF)/Berlin
1972-76 Diplom als Film- und Fernsehwirtschaftler an der HFF „Konrad Wolf“
1976-78 Erster Aufnahmeleiter im Bereich Dramatische Kunst im DFF
1978-90 Produktionsleiter im DEFA-Studio für Dokumentarfilme/ Berlin
1986-88 Diplom der Kulturtheorie und –politik an der Kunsthochschule Berlin
1990 Gründung der öFilmproduktion GbR mit Katrin Schlösser
1995 Umwandlung in eine GmbH (Gesellschafter und Geschäftsführer)
Seit Juli 2016 freier Mitarbeiter bei ÖFilm