Thomas Heise: Stau – Jetzt geht’s los

öFilm mit Unterstützung des Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt und des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt.

1992 | 16mm | 1:2.35 | Dolby SR | 82 min

INHALT
Im Roxy, einem Betonwürfel in Halle-Neustadt, hört man junge Menschen schreien: „Sieg Heil!“ und „Jetzt geht’s los!“ Der Feind ist klar: Autonome, Ausländer, Zigeuner. Alles andere ist unklar: Alte Werte, Rechte, Pflichten, Vorbilder und Verbote sind umgeworfen und einer zweifelhaften Freiheit gewichen. Sie trinken an gegen die Ungewißheit, niemand will ein Verlierer sein.

Und was wollen sie? Thomas Heise fragt nach. Ronny hat fünf Geschwister, er versucht den Dialog mit seinen Eltern, aber sie verstehen ihn nicht. Holli erzählt, wie er ein Rechter wurde und wie seine Mutter starb. Matthias ist der Jüngste, sein Traum wäre ein Harem und Konrad bäckt gern Kuchen.
Das Klischee stimmt, und es stimmt nicht. Als Einzelpersonen sind sie nicht unsympathisch, in der Gruppe gefährlich.

TEAM
Buch, Regie: Thomas Heise
Kamera: Sebastian Richter
Schnitt: Karin Gei
Ton: Uve Haussig

FESTIVALS
1992: Duisburger Filmwoche (Preis der deutschen Filmkritik); Goethe Institut Montreal; Filfestival Saarbrücken; Berlinale, Neue deutsche Filme; Internationales Filmfestival Amsterdam; International Filmfestival Portugal; Internationales Dokumentarfilmfestival Leipzig; Kopenhagen Film- und Videofestival (1. Preis); Filmfest Potsdam

VERLEIH/VERTRIEB
Verleih: Stiftung Deutsche Kinemathek