Steiner/Richter/Löprich: Was bleibt … eine Erinnerung an Erich Fried

1994 | Beta SP | 1:2.35 | Dolby SR | 42/55 min

INHALT
Ganz nebenbei entstand mit einer einfachen Videokamera ein persönliches filmisches Tagebuch des Dichters Erich Fried. Er reflektiert über sein Leben und seine politischen Erfahrungen, über einige Gedichte und macht ausführliche Selbstaussagen. Aufnahmen von öffentlichen Auftritten Frieds während politischen Veranstaltungen oder Lesungen geben Einblick in sein Engagement für Toleranz, Güte und Verständigung.

„…etwas bleibt nach eigenem Bleiben“, sagt Erich Fried in einem Gedicht. Da bleiben ganz private Bilder von Erich Fried. In den Armen seiner Enkeltochter und im leisen nächtlicheen Gespräch mit dem Filmemacher. Beim Vorlesen eines Briefes: „…und ich kam in das Haus, verspätet, die Veranstaltung hatte schon begonnen, und ich hörte den Klang Deiner Stimme, ich blieb stehen und die Wärme Deiner Stimme hüllte mich ganz ein…“

Erich Frieds Gedichte begleiten diese Bilder, vorgetragen in seinem Arbeitszimmer, auf dem Podium und am Küchentisch.

„…löset nun Freunde, von euren Fahnen, die Hoffnung eigenen Erlebens und erschreckt nicht vor der Stille…“ zitiert er aus unveröffentlichten Elegien.
Es bleibt das Bild, wenn er, müde und versunken am Meer sitzend, das Abendlicht entdeckt.

TEAM
Realisation: Roland Steiner, Anne Richter, Frank Löprich

VERLEIH/VERTRIEB
Verleih: Stiftung Deutsche Kinemathek