Stefan Schwietert: A tickle in the heart

produziert von zerofilm (heute zero one film) in Koproduktion mit öFilm und Neapel- Film.

1996 | 35mm/DCP (2016 remastered) | 1:2.35 | Dolby SR | 90 min

INHALT
Max, Willie und Julie Epstein sind die Legende der Klezmermusik. Vor 60 Jahren begannen sie ihre Karriere als „The Epstein Brothers“ in New York. Sie spielten auf den oft tagelang dauernden Festen tausender jüdischer Einwanderer, auf Hochzeiten und Konzerten. Ihre Musik kam wie ihr Publikum aus Osteuropa. Schon, wenn früher ihre weit verzweigte Familie zusammen musizierte, tanzten die Leute vor ihren Fenstern auf der Straße. Klezmer starb in Amerika bald aus, denn viele Juden integrierten sich in die neue Gesellschaft. Die Epstein-Brothers zogen in das Rentnerparadies nach Florida, in „God’s Waiting Room“ mit seinem milden Klima, dem akurat gepflegten Vorgärten und Villen. Auch ein Teil des Publikums fand sich dort ein, unter ihnen Überlebende des Holocaust.

Ende der 80er Jahre entdeckte man, dass es in Europa keine Klezmer-Musik mehr gibt. Max, der Patriarch der Familie, wurde mit Bitten um Konzerte überhäuft. Das Revival der Epstein-Brothers begann. Das, was sie in ihrer Jugend gespielt hatten, wollte man hören und diesmal ging es auf große Tourneen in den USA und nach Europa. Sie wurden neugierig auf ihre eigenen Wurzeln und begaben sich auf die Reise ins ehemalige Shtetel Pinsk nach Weißrussland, der heimat ihrer Eltern. Waren die „Klezmorim“ einmal so angesehen wie Vagabunden oder Tagelöhner, so werden die Brüder jetzt als Künstler gefeiert, auf Platten verewigt und als Lehrer erhofft. Ein später Erfolg, über den sich die Epstein Brothers immer wieder aufs Neue wundern können.

Von den fröhlichen oder traurig-sentimentalen Musik getragen, werden die Erzählungen und Reiseerlebnisse der Brüder zu einer mitreißenden Geschichte.

TEAM
Regie: Stefan Schwietert
Buch: Stefan Schwietert, Thomas Kufus
Kamera: Robert Richman
Schnitt: Arpad Bondy

VERTRIEB/VERLEIH: