Kühn/Schreiber: Aviatricen

öFilm im Auftrag des MDR

1999 | BETA-SP | 1:2.35 | 5.1. | 60 min

INHALT
Stalin liebte die Luftfahrt-Fliegerinnen im Moskau der 30er Jahre.
Frauen auf einem Flugplatz bringen Unglück – sagt man. Fliegen ist Männersache. Nichtsdestotrotz waren Frauen beim Fliegen von Anfang an dabei. Auch in der Sowjetunion der 30er Jahre. Das Abheben in die Lüfte passte gut in diese frühen enthusiastischen Jahre. Und dann noch Heldentum mit dem Charme junger Frauen! Stalin war sich bald des propagandistischen Potentials dieser Kopplung von Frauen und Fliegen bewusst.

Der Film geht diesen Zusammenhang von Luftfahrt und Propaganda, Heldentum und ideologischer Operette an hand des Schicksals dreier 85jähriger vitaler, kluger alter Damen, Weltrekordlerinnen, unter anderem aus dem weitgehend unbekannten letzten großen Dokumentarfilm von Dsiga Wertow „Drei Heldinnen“, an dem der fragile Widerspruch zwischen erklärtem Dokument und Wirklichkeitsgehalt der Aussage besonders deutlich wird.

TEAM
Buch, Regie: Regine Kühn, Dr. Eduard Schreiber
Kamera: Lew Sergejew
Schnitt: Rene Schmal