John Burgan: Memory of Berlin

öFilm in Koproduktion mit dem ZDF/ Das kleine Fernsehspiel.

1998 | 16mm | 1:2.35 | 5.1. | 76 min

INHALT
Memory of Berlin – ein filmisches Essay über die Geschichte eines englischen Adoptivkindes, sein „unheimliches“ Verhältnis zu Berlin und die Suche nach einem Zusammenhang. Ausgehend von Spurn Point (Halbinsel in East Yorkshire), dem Ort der Kindheit, gehören die allsonntäglichen Kirchgänge und das Homemovie einer Reise nach Berlin im Jahr 1967 zu seinen wichtigsten Erinnerungen. 1967 ist der Junge 5 Jahre alt.In allen folgenden Erzählungen und Geschichten seiner Adoptiveltern steht die Berliner Mauer als bedrohliche Metapher für alles Böse in der Welt. Das Mysterium des Bösen und Verbotenen setzt sich aber auch als geheimnisvolle Verlockung in seinem Gedächtnis fest.

Die Bilder vom Fall der Berliner Mauer im britischen Fernsehen lösen eine Flut von Gefühlen in ihm aus und lassen ganz allmählich einen Zusammenhang erahnen zwischen der Biographie einer geteilten Stadt mit dem Doppelgängerleben eines Adoptierten. Langsam beginnt auch in ihm eine Mauer zu bröckeln. Dreiunddreißigjährig macht er sich auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter und findet sie. Und er geht von London nach Berlin. In dieser geteilten und zeitverschoben gewachsenen Stadt entdeckt er Zeichen und Bilder, die das Phänomen einer doppelten Indentität erzählen.

TEAM
Konzeption Montage: John Burgan
Kamera: Rainer M. Schulz
Redaktion: Hans Kutnesky

FESTIVALS
1998: Welturaufführung Filmfest Potsdam; Marseille Festival Vue sur les Docs (1. Preis für den besten Film); Dokfilmwerkstatt Poel; Cork, DocAviv Int. Documentary Filmfestival Tel Aviv; Festival des deutschen Films, Fajr-Filmfestival, Teheran