Cathy Levy: Der Fall Nr. 21548

öFilm in Zusammenarbeit mit dem ORB.

1994 | BETA Sp | 1:2.35 | 5.1. | 60 min

INHALT
In einem alten Ostberliner Mietshaus öffnen sich die Türen: Ein junges Puppenspielerpaar lebt hier, auch ein Schriftsteller mit seiner Freundin, eine Psychologin und ein Boxer, der hier seinen „Ruhestand“ verbringt. Sogar ein „Wessie“ ist in das Haus in der Kastanienallee gezogen. Im Hinterhaus bleiben die Türen verschlossen: Hier wohnt seit 1931 eine Frau, die sich noch an den einstigen jüdischen Hauseigentümer, der enteignet wurde und in Ausschwitz ums Leben kam, erinnern könnte. Seit 1990 haben der Sohn Rudolf und sein Cousin Dieter das Recht, den von den Nazis beschlagnahmten Besitz zurückzuerhalten.

Der Film ist diesen jüdischen Erben gewidmet und erzählt in der Form eines an sie gerichteten Briefes über ihre Vergangenheit, ihre Erfahrungen und über ihr Unbehagen über die neue Rolle als Alteigentümer. Das Haus in der Kastanienallee 54 ist der Ausgangspunkt für Lebensgeschichten, die in der Gegenwart beginnen und immer nach der Vergangenheit fragen. Einfühlsam begegnen sich Alltag und Werdegang deutscher Geschichte.

TEAM
Buch, Regie: Cathy Levy
Kamera: Rainer M. Schulz

VERLEIH/VERTRIEB
Verleih: Stiftung Deutschen Kinemathek