Andreas Kleinert: Wege in die Nacht

öFilm in Koproduktion mit dem ZDF, Das kleine Fernsehspiel, in Zusammenarbeit mit Studio Babelsberg Independents, unterstützt vom Filmboard Berlin-Brandenburg, der Mitteldeutschen Medienförderung und der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

1999 | 35mm | 1:1.85 | Dolby SR | 98 min

INHALT
Der 55-jährige Walter ist arbeitslos. Früher mit einer gewissen Macht und Funktion ausgestattet, ist er jetzt immer weniger in der Lage, einen Sinn in seinem Dasein zu sehen und sich mit der Gegenwart zu arrangieren. Sein letzter Halt ist der Glaube an eine bessere Welt: Er will sich für das „Gute“ einsetzen, notfalls auch mit Gewalt. So zieht er nachts mit zwei Jugendlichen in dem Bewußtsein umher, von der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung gebraucht zu werden. Doch die Gesellschaft braucht ihn nicht.

In dem Maße, wie diese Erkenntnis in ihm reift, wird er sich selbst und seiner Umwelt gefährlich. Seine Frau, der einzige Mensch, der ihn liebt, wird ihn am Ende verraten, um sich zu retten. Für ihn kommt jedoch jede Hilfe zu spät. WEGE IN DIE NACHT: ein Film, der auf ebenso präzise wie poetische Weise ein gescheitertes Leben porträtiert.

TEAM
Regie: Andreas Kleinert
Buch: Johann Bergk
Kamera: Jürgen Jürges
Schnitt: Gisela Zick
Musik: Andreas Hoge, Steven Garling

u.a. mit Hilmar Thate, Cornelia Schmaus, Henriette Heinze, Dirk Borchardt

FESTIVALS
1999: Weltpremiere, Filmfestspiele Cannes / Eröffnungsfilm der „Quinzaine des Réalisateurs“; Int. Filmfest München; Potsdamer Filmfest; Studio Babelsberg „Made in Berlin“; Filmfest Cottbus; Filmfest Braunschweig; Filmfest Lünen; 21th Century Reggio Calabria; World Film Festival Montreal; IFF Haifa, Israel (Wettbewerb); IFF Flandern (Wettbewerb); IFF Chicago

VERLEIH/VERTRIEB
Verleih: Stiftung Deutsche Kinemathek